Happy easter! #origami

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Sticker besides Cafe Rekord. #flingern #streetart

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Four Tet + Terror Danjah - Killer/Nasty 12” TEXT028

Wicked!

Gyorgy Ligeti- “Monolith Theme” of 2001- A space odyssey

'I always think of you. The time for us is arriving

'I always think of you. The time for us is arriving

Flowers don’t need filters to look beautiful- neither do humans.

Flowers don’t need filters to look beautiful- neither do humans.

The Moon Song - Scarlett Johansson and Joaquin Phoenix

::: Cute as a button, my lullaby for tonight. Good night, and good luck.:::

Filmbesprechung: Her
Spike Jonze, 2014

 Nach dem gesondert zu betrachtenden “Where the wild things are” ist Spike Jonze, einer der Kultregisseure des Independent-Kinos der jüngeren Generation  mit “Her” zurück- ohne den Drehbuch-Backup von Charly Kaufman, der sicherlich entscheidend am Erfolg der Frühwerke Adaption und Being John Malkovich mitverantwortlich war. 

Plot: In der nahen Zukunft ist Theodore Twombly ein an Einsamkeit leidender Ghostwriter, der sich nicht zu anderen Menschen “connecten” kann. Doch sein Leben ändert sich, als  ein neuartiges, sich selbst entwickelndes OS in sein Leben tritt: Samantha. Mit ihr ist Intimität möglich, die mit Menschen nicht erreichbar scheint. Die beiden verlieben, doch beide müssen erkennen, dass Menschlichkeit auch Veränderung bedeutet.

Meine Meinung: Tolles Drehbuch, gelungene Inszenierung. Die Optik und Akustik  waren umwerfend (Arcade Fire und Owen Pallett!), auch wenn sie offensichtlich auf die likes der tumblr-Generation abzielt (um mal das Hipster-Wort zu vermeiden). Zugegeben: das klappt ziemlich gut, ich will auch so eine Brille ;-)  

Die Schauspieler überzeugen, allen voran die Frauenim Film, gespielt von Rooney Mara (auffallend hübsch, wenn man sie nur aus der Fincher-Verblendung kennt), Amy Adams, Scarlett Johansson, die nur mit ihrer Stimme erstaunliches leistet, und nicht zuletzt Joaquin Phoenix selbst, in dessen Brust offensichtlich zwei Geschlechter schlagen ;-)

Instant-Analyse: (Achtung, ab hier wird es spoiler-ish) Her stellt eine spannende Frage: Verlieben wir uns eigentlich in Menschen, oder in deren Inszenierungen? In Zeiten der Gossip-Omnipräsenz und der Selbstdarstellungskultur von durch Streetstyle-Blogs gleichgeschalteten Social Media-Victims ist diese Frage relevanter als je zuvor, auch wenn Goffman schon 1959 das Theater als Bildnis für die Inszenierung unseres Alltages verwandte.  Dass die Traummaschine Hollywood auf diesem Gebiet die Deutungshoheit genießt, macht den Film umso doppeldeutiger und spannender! Dennoch arbeitet sich der Film nicht an solch Intellektuellen Fragestellungen ab- glücklicherweise!

Die Stärke des Filmes liegt in seinem mangelnden Interesse an Science Fiction und Technologiekritik zugunsten des überraschend gelungenen, vielschichtige Portraits  eines Romantikers, der vor lauter Überprojektion verlernt hat, wahre Nähe zuzulassen. Für Theodore ist die Beziehung zum OS nicht irrealer als die Art von Liebesbeziehungen, die er zuvor erlebt hatte. Mir kam es vor, als würde Jonze eben dies andeuten, wenn er in Rückblenden die offensichtliche Inszenierung zeigte, die Theodore retrospektiv aus seiner gescheiterten Ehe machte. 
Theordores romantische, aber lebensferne Ader macht ihn zwar gut in seinem Job, aber zu einem Preis: Empathie ist nur leicht, solange keine echte Nähe besteht. Die Schwierigkeit der Beziehung zu Samantha besteht deshalb nicht darin, dass sie körperlos ist, sondern dass sie immer menschlicher und eigenständiger wird- und sich somit von der idealen Projektionsfläche entfernt.  Aber: Theo lernt dazu, ebenso wie Samantha lernt er entscheidend hinzu.Fazit: Spike Jonzes “Her” ist ein sensibler und unterhaltsamer Film, der dabei noch klug ist und relevante Fragen stellt.  
Hut ab dafür, das gelingt nicht jedem Regisseur (nimm das, Michel Gondry! Warum hast du bloß “Der Schaum der Tage” derart verkackt?).

Lose Impressionen:

°So sieht also das L.A. der Zukunft aus? Ich dachte den halben Film über, das wäre New York- bis er an den Strand ging. Es stellt sich heraus: die urbanen Szenen wurden in Shanghai gedreht. Whoa! Das erinnert mich an Solaris: Hier wurde Osaka aus der Zeit der Weltausstellung verwendet, um die futuristische Stadt zu inszenieren.

°tolles Kostümbild! Hosenbünde über dem Bauchnabel sehen bekloppt aus, werden aber bestimmt bald fashionable. Ansonsten scheint in der Zukunft der Vintage-Hipsterlook endgültig die Weltherrschaft zu übernehmen.

°Tolle Musik! Ob die Ukulele wohl von Owen Pallett (Final Fantasy) eingespielt wurde?

°Joaquin Phoenix hat traurige, aber schöne Augen. Fast so wie Tony Leung Kar-Wai.

°In der Science Fiction werden A.I.s ja häufig in einem Deus-ex-Machina-Kontext verwendet, als größenwahnsinnige Potentaten. Dass sie mitunter menschlicher als die Menschheit sein können (siehe Steven Spielberg) wird auch öfters gezeigt, aber meistens eher rührselig. Maschinen, die eine sexuelle und romantische Identität aufbauen (und keine doofen Love-Bots sind) sind mir im westlichen Kino neu. Spannend! :::

further reading:Her auf tumblrIMDBandere Meinung: negative Review beim New Yorker

Filmbesprechung: Her
Spike Jonze, 2014

Nach dem gesondert zu betrachtenden “Where the wild things are” ist Spike Jonze, einer der Kultregisseure des Independent-Kinos der jüngeren Generation mit “Her” zurück- ohne den Drehbuch-Backup von Charly Kaufman, der sicherlich entscheidend am Erfolg der Frühwerke Adaption und Being John Malkovich mitverantwortlich war.

Plot: In der nahen Zukunft ist Theodore Twombly ein an Einsamkeit leidender Ghostwriter, der sich nicht zu anderen Menschen “connecten” kann. Doch sein Leben ändert sich, als ein neuartiges, sich selbst entwickelndes OS in sein Leben tritt: Samantha. Mit ihr ist Intimität möglich, die mit Menschen nicht erreichbar scheint. Die beiden verlieben, doch beide müssen erkennen, dass Menschlichkeit auch Veränderung bedeutet.

Meine Meinung: Tolles Drehbuch, gelungene Inszenierung. Die Optik und Akustik waren umwerfend (Arcade Fire und Owen Pallett!), auch wenn sie offensichtlich auf die likes der tumblr-Generation abzielt (um mal das Hipster-Wort zu vermeiden). Zugegeben: das klappt ziemlich gut, ich will auch so eine Brille ;-)

Die Schauspieler überzeugen, allen voran die Frauenim Film, gespielt von Rooney Mara (auffallend hübsch, wenn man sie nur aus der Fincher-Verblendung kennt), Amy Adams, Scarlett Johansson, die nur mit ihrer Stimme erstaunliches leistet, und nicht zuletzt Joaquin Phoenix selbst, in dessen Brust offensichtlich zwei Geschlechter schlagen ;-)

Instant-Analyse: (Achtung, ab hier wird es spoiler-ish) Her stellt eine spannende Frage: Verlieben wir uns eigentlich in Menschen, oder in deren Inszenierungen? In Zeiten der Gossip-Omnipräsenz und der Selbstdarstellungskultur von durch Streetstyle-Blogs gleichgeschalteten Social Media-Victims ist diese Frage relevanter als je zuvor, auch wenn Goffman schon 1959 das Theater als Bildnis für die Inszenierung unseres Alltages verwandte. Dass die Traummaschine Hollywood auf diesem Gebiet die Deutungshoheit genießt, macht den Film umso doppeldeutiger und spannender! Dennoch arbeitet sich der Film nicht an solch Intellektuellen Fragestellungen ab- glücklicherweise!

Die Stärke des Filmes liegt in seinem mangelnden Interesse an Science Fiction und Technologiekritik zugunsten des überraschend gelungenen, vielschichtige Portraits eines Romantikers, der vor lauter Überprojektion verlernt hat, wahre Nähe zuzulassen. Für Theodore ist die Beziehung zum OS nicht irrealer als die Art von Liebesbeziehungen, die er zuvor erlebt hatte. Mir kam es vor, als würde Jonze eben dies andeuten, wenn er in Rückblenden die offensichtliche Inszenierung zeigte, die Theodore retrospektiv aus seiner gescheiterten Ehe machte.
Theordores romantische, aber lebensferne Ader macht ihn zwar gut in seinem Job, aber zu einem Preis: Empathie ist nur leicht, solange keine echte Nähe besteht. Die Schwierigkeit der Beziehung zu Samantha besteht deshalb nicht darin, dass sie körperlos ist, sondern dass sie immer menschlicher und eigenständiger wird- und sich somit von der idealen Projektionsfläche entfernt. Aber: Theo lernt dazu, ebenso wie Samantha lernt er entscheidend hinzu.

Fazit: Spike Jonzes “Her” ist ein sensibler und unterhaltsamer Film, der dabei noch klug ist und relevante Fragen stellt.
Hut ab dafür, das gelingt nicht jedem Regisseur (nimm das, Michel Gondry! Warum hast du bloß “Der Schaum der Tage” derart verkackt?).

Lose Impressionen:

°So sieht also das L.A. der Zukunft aus? Ich dachte den halben Film über, das wäre New York- bis er an den Strand ging. Es stellt sich heraus: die urbanen Szenen wurden in Shanghai gedreht. Whoa! Das erinnert mich an Solaris: Hier wurde Osaka aus der Zeit der Weltausstellung verwendet, um die futuristische Stadt zu inszenieren.

°tolles Kostümbild! Hosenbünde über dem Bauchnabel sehen bekloppt aus, werden aber bestimmt bald fashionable. Ansonsten scheint in der Zukunft der Vintage-Hipsterlook endgültig die Weltherrschaft zu übernehmen.

°Tolle Musik! Ob die Ukulele wohl von Owen Pallett (Final Fantasy) eingespielt wurde?

°Joaquin Phoenix hat traurige, aber schöne Augen. Fast so wie Tony Leung Kar-Wai.

°In der Science Fiction werden A.I.s ja häufig in einem Deus-ex-Machina-Kontext verwendet, als größenwahnsinnige Potentaten. Dass sie mitunter menschlicher als die Menschheit sein können (siehe Steven Spielberg) wird auch öfters gezeigt, aber meistens eher rührselig. Maschinen, die eine sexuelle und romantische Identität aufbauen (und keine doofen Love-Bots sind) sind mir im westlichen Kino neu. Spannend! :::

further reading:
Her auf tumblr
IMDB
andere Meinung: negative Review beim New Yorker

Sticker, Ackerstr., Düsseldorf. I always had a thing for japanese  police-unifoms. #streetart

Sticker, Ackerstr., Düsseldorf. I always had a thing for japanese police-unifoms. #streetart

Vegan curry with tofu, lemongrass and coconut milk. 2 hours of cooking, totally worth it. Soundtrack: Marvin Gaye and Martyn.

Vegan curry with tofu, lemongrass and coconut milk. 2 hours of cooking, totally worth it. Soundtrack: Marvin Gaye and Martyn.

The new Stuttgart library, upper four floors. Expensive as hell, but rather easy on the eyes ;-)

The new Stuttgart library, upper four floors. Expensive as hell, but rather easy on the eyes ;-)

Hokusai: Yoshitsune Falls,
from the series Famous Waterfalls in Various Provinces, 1833

Hokusai: Yoshitsune Falls,
from the series Famous Waterfalls in Various Provinces, 1833

Dustin O’Halloran- An Ending, A Beginning

:::This song has to be played on my funeral, honestly. What a beautiful tune, it makes me shiver. The title is very nice too: No life without death, no beauty without sadness. :::

Japanese Movieposter for the 1964 musical ‘Les parapluies de Cherbourg” by Jacques Demy. 

:::One of my favourite movies! Though the story of two lovers (Catherine Deneuve and Nino Castelnuovo) torn apart by war and economic desperation is quite commonplace, the tender, romantic yet realistic development between the two enchanted me. Not to speak of the one-of-a-kind mise-en-scène: There are few movies as colorful, and beautifully photographed as this one. Also : the score by Michael Legrand (Catherine’s voice is quite pleasant!) is brilliant and really deserves it’s own entry!.
About the poster I can not say a lot . I  Found it on ebay (for  700 Dollars it could be yours!), but I dig the super-kitschy Bishōjo-Manga style. :::

Japanese Movieposter for the 1964 musical ‘Les parapluies de Cherbourg” by Jacques Demy.

:::One of my favourite movies! Though the story of two lovers (Catherine Deneuve and Nino Castelnuovo) torn apart by war and economic desperation is quite commonplace, the tender, romantic yet realistic development between the two enchanted me. Not to speak of the one-of-a-kind mise-en-scène: There are few movies as colorful, and beautifully photographed as this one. Also : the score by Michael Legrand (Catherine’s voice is quite pleasant!) is brilliant and really deserves it’s own entry!.
About the poster I can not say a lot . I Found it on ebay (for 700 Dollars it could be yours!), but I dig the super-kitschy Bishōjo-Manga style. :::

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