** JIRI KOLAR (1914-2002)
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Lapalux: Without You
(Warning: Video is slightly NSFW, and definitely strange, in a Silent Hill: The Room-meets -BDSM-bizarro way.)
::: His debut Album is out today on Ninja Tune, Tour Dates for Europe are announced, too. :::
Dieter Rams - less but better. Designer Dieter Rams
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by GE Mitton
Illustrated by Herbert Marshall
1905
(via Totally Mystified)
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10958 Special: Musikvideo der Superlative: DJ Shadow trifft auf Wong Kar Wai
:::Okay, ich mache es kurz: Dj Shadow ist eine ziemlich junge lebende Legende. Ich habe ca. 20 (?) Platten von ihm, mehr als sonst jemandem. Er hat ‘96 das erste zu hundert Prozent gesamplete Album, ‘Entroducing’ veröffentlich.
Dieser Song ist die dritte Single von seinem zweiten Album ‘The Private Press’. Das gesamte Stück basiert auf zu einen auf einem vierzig Jahre alten Gitarrenriff-Sample und und dem Vocalsample aus einem obskuren Song von Colonel Bagshot (?).
Seine Albumcover und Videos stammten häufig von B+, aber für diesen Song wollte er jemand anderes: Vorhang auf für einen meiner Lieblingsregisseure, Wong Kar Wai (Chungking Express, In The mood for Love, demnächst im Kino mit ‘The Grandmaster’) und seinen göttlichen Kamermann, Christopher Doyle. Oh, und der gutaussehende junge Mann ist Chang Chen aus Ang Lees fabelhaftem ‘Crouching Tiger’, Hidden Dragon.
Ich behaupte mal, seit der Zusammenarbeit zwischen Godard und den Stones gab es kein Zusammentreffen solcher Titanen mehr. Okay, das ist vielleicht ein wenig hoch gestapelt. Aber wie hoch ist schon die Wahrscheinlichkeit, dass ein absoluter Lieblingsmusiker mit einem absoluten Lieblingsregisseur (der sonst eigentlich nur Kino dreht) ein Musikvideo aufnimmt? Ich bin nach zehn Jahren immer noch erstaunt.
A propos Titanen: schaut mal, welcher zu früh verstorbene Mensch am Ende des Videos zitiert wird!::::
Release parts 2+3(Edit)
Blackalicious
Blazing Arrow
2002
Zum Mixtape:
::: Okay, jetzt muss aber doch mal ein bisschen richtiger HipHop rein. Nachdem ich im letzten Eintrag Lauryn Hill und Philadelphia erwähnt habe, begeben wir uns jetzt in die Bay Area. In San Francisco entstand ein Musiklabel, das aus einer Collegeradiosendung heraus und duch ein paar befreundete Studenten entstand, die mit ihrem Mittelklasse-Background fernab von East-und Westcoastplattitüden oder dem Dirty South einen eigenen Weg gingen: Quannum Projects! Wer mit diesem Stück nichts anfangen kann, als nächstes kommt eines von der unbestreitbar besten HipHopBand der Welt. Wenn ihr den auch nicht mögen solltet, kann ich euch auch nicht mehr helfen. :::
Der Song und ich:
:::Blazing Arrow ist in den Top 5 meiner liebsten HipHop-Alben aller Zeiten, was vielleicht auch ein wenig an dem Intro liegt: ‘Lady’s and Gents, Soulmusic-lovers everywhere…’ Zum Teufel, vielleicht ist es sogar in meinen Top 3.
Gift of Gab und Chief X-Cel machen auf diesem Album intelligenten, unabhängigen HipHop, der mit seinen positiven Aussagen, seinen soulfullen Beats und einem erstklassigen Flow weit fernab vom dystopischen, ja bisweilen zynischen Sound anderer Indie-Labels wie z.B. dem vom Definitve Jux-Label liegt.
Und sie tun es nicht alleine: die beiden bringen eine ganze Menge Freunde und Label-Kollegen mit: Von DJ Shadow über Questlove, dem Boss der Roots (der Drummer mit dem verrückten Afrokamm-Signature-Move!), zu Mitgliedern der Dilated Peoples oder Jurassic 5. Und sie haben einen Song mit GIL SCOTT-HERON aufgenommen, der von 1994 bis 2010 kein eigenes Album mehr aufnahm. Ja, man könnte sagen, ich verdanke Scott-Heron Blackalicious und Haru Specks.

‘Release’ ist ein Monster von einem Song in drei Teilen, im Original über neun Minuten lang. Im ersten Teil rappt Gift of Gab immer beschleunigter daher, während Zack de la Rocha in seinem üblichen Tonfall (also halb-schreiend) ‘Release!’ herausschmettert. Dann kommt eine Entschleunigung, ein Windspiel, leicht asiatische Atmosphäre, was nicht passender sein könnte für den nächsten MC, mit dem das Stück auf der CD beginnt: Saul Williams.
vVielleicht ein paar Worte vorab: Williams hat Philosophie, Literatur und Theater studiert. Er ist kein klassischer Rapper, sondern kam über die Spoken Word-Szene zur Musik. Es gibt wahrscheinlich nur wenig Musiker, bei denen die Bezeichnung ‘Lyrics’ für ihre Texte so treffend ist wie bei ihm. Der Mann ist eine intellektuelle Naturgewalt, ein Dozent, ein Prediger, ein Entertainer, ein Derwisch, ein Mystiker, ein Humanist. Ich hatte das Glück, ihn vor vielen Jahren mit vielleicht hundert Menschen im Stadtgarten in Köln zu sehen. So ein Charisma habe ich seitdem auf keiner Bühne mehr erlebt.
Hier ein Auftritt von ihm beim Def Poetry Jam. Der passende Titel: ‘Coded Language’. Ich glaube, ich muss noch ein paar Jahre studieren, um jede Zeile davon zu verstehen.
Wesentlich sanfter, jedoch nicht weniger sprachgewandt und
-gewaltig ergießt Williams sich wie ein zu Poesie gewordener Wasserfall durch den zweiten Part von Release, um im dritten Teil von der ultimativen Groovesau Lyrics Born ausgewechselt zu werden, der dann mit Gift ob Gab das furiose Crescendo dieses auralen Tryptichons errapt.
Whoa, jetzt habe ich Begriffe aus der Malerei und der Klassik zur Beschreibung eines Hiphop-Stückes verwandet! Und damit wären wir auch beim Kern der Sache: Ob man mit den den ursprünglichen ‘4 Elements’ groß wurde, die politische Bedeutung schätzt (“HipHop ist das CNN des schwarzen Mannes”- Chuck D., Public Enemy) oder einfach nur gerne zu einem guten Track mit dem Popo wackelt: Hiphop ist eine unglaublich wichtige Kunstform. Jeder Germanistikstudent, Indiepopper und Britrocker, der mir da widersprechen mag, soll hervortreten. Ich battle euch alle in Grund und Boden, ihr verkümmerten Hoden! (*lacht* bitte entschuldigt den Witz. Mit der Battle-und Diss-kultur sowie den sexistischen Tendenzen des Mainstream(!)-Hiphops habe ich auch so meine Probleme. Aber die ultimative Abrechnung mit Stupidität und Machismen im HipHop hat Ms Dynamite bereits verfasst - hier live bei Jools Holland mit ‘It takes more‘,einem der tollsten Beispiele für Consciousnee-Rap. )
Zu Lyrics Born: dieser bildet zusammen mit Lateef the Truth Speaker ‘Latyrix’ (ebenfalls auf Quannum) und hat mit der legendären süddeutschen (!!!) Funkband, den Poets of Rythm den funkiesten Track der letzten 15 Jahre aufgenommen, nämlich ‘I changed my mind’. Im Ernst, die Jungs spielen auf James Brown-Niveau. Echt jetzt. Hier ist der Song im DJ Spinna-Remix. :::
To Zion
Lauryn Hill
The Miseducation of Lauryn Hill
1998
Zum Mixtape:
::: Die späten Neunziger und frühen Nuller Jahre brachten HipHop und R’n’B in nie gekanntem Ausmaß in den europäischen Mainstream. Darunter waren fantastische, grandios produzierte Plastik-Konstrukte wie Beyonce und ihre Alibi-Gruppe Destiny’s Child, Künstlerinnen, die sich auf tradiert-rassistisch-sexistische Vorurteile stützten und damit durchaus erfolgreich waren (Lil-Kim, anyone?), aber auch Musikerinnen, die Themen wie Weiblichkeit und schwarzes Empowerment behandelten- und dabei funky waren. Darunter z.B. die von mir sehr verehrten Jill Scott und Ursula Rucker oder Erykah Badu, die alle im Umfeld Philadelphias und des Okay Player-Labels berühmt wurden. Oder halt Lauryn, die hier stellvertretend für alle zeitgenössischen Töchter(im Geiste) der göttlichen Nina Simone steht. :::
Der Song und ich:
:::In meiner subjektiven Erinnerung gab es im deutschen Mainstream zwar schon früher englischsprachige HipHop-Elemente (meistens in Form eines rappenden Quotenmenschen dunkler Hautfarbe in Eurotrash-Stücken), aber das war ja ziemlich albern.
Natürlich kannten die älteren Checker schon lange A Tribe Called Quest, De La Soul, Gangstarr, Public Enemy etc. Aber wie gesagt, im deutschen Mainstream und auch in meinem Bewusstsein (ich habe ja zu dem Zeitpunkt vor allem Trip Hop gehört) war HipHop noch nicht angekommen. Später kamen Missy Elliott und Timbaland, die Welteroberung des HipHop durch die Neptunes/N.E.R.D. und Puff Daddy und der damit einhergehende Untergang des Musikgenres kamen später.
Aber 1996 war das Jahr zweier Haitianer und Lauryn Hills: der Fugees. Uh La La La it’s the way that we rock when we are doing our thing! (Das ist übrigens eine Anspielung auf Teena Marie, die schwärzeste aller weißen Discoikonen- einen lesenswerten Nachruf auf sie findet ihr auf dem fait divers-Bog des Herren sans titre aus Köl..)
Mit ‘The Score’ haben the Fugees Platin ohne Ende und so ziemlich jeden Kritikerpreis gewonnen, und intelligenten, emanizipierten Hiphop berühmt gemacht: Keine üble Leistung.
Und dann hat Lauryn es versaut. Pras sagte mal, dass er es für wahrscheinlicher halte, dass Bush Jr. und Bin Laden in einem Starbucks bei einem Latte gemütlich über Politik reden, als dass sich die Fugees je wieder zusammentäten. Wyclef Jean war da etwas prosaischer und sagte nur, dass Lauryn Hill dringend psychiatrischer Hilfe bedürfe.
Scheint wirklich eine schwierige Dame zu sein, aber wie oft sind Genie und Wahnsinn dicht nah beeinander? Inspiriert durch ihre erste Schwangerschaft nahm Hill ‘The Miseduction…’ größtenteils auf Jamaica auf, der Heimat ihres Lebensgefährten und Bob Marley-Sohnes Rohan. Seitdem hat sie übrigens noch fünf weitere Kinder bekommen, was vielleicht erklärt, warum sie nach ihrem ersten Album (19 Millionen Mal verkauft!!!) nur noch eine Unplugged-Platte herausbrachte. Jedenfalls, großartiges Album. Wenn jemand das Vinyl doppelt hat, bitte melden, ich habe das noch nicht…
‘
To Zion’ ist vielleicht eine der größten Liebeserklärungen an ein noch ungeborenes Kind, die jemals in musikalischer Form veröffentlicht wurde. ‘Nuff said. Über das Genie und den Wahnsinn der Dame könnte man endlos weiter diskutieren. Oder ihr einfach zuhören. Danke, Lauryn. :::
Jeanne Moreau and Miles Davis, the main actress and soundtrack composer of Louis Malles’ first film ‘Ascenseur pour l’echafaud’ (Elevator to the gallows) (1957).
Great Actress, even bigger musician, good movie, awesome soundtrack.
Here’s an essay on the film, via criterion.
Vinyl is versatile and can be used, in example, to flatten out carpets. Digital Kids: don’t try this at home!
courtesy of the awesome fuckyeaholdies blog!
Scott English - High On A Hill
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